Die Kunst der Photogravure
Print & Photo Lab — Zwei Expertisen finden sich.
Das Print & Photo Lab in Wiesbaden wird von Katharina e. Krämer geführt und geleitet. Die Idee Print, also traditionelle Drucktechnik(en) mit der analogen Photographie zu verbinden stellt den Kern des Labs dar und wird mit vielen kleinen Schritten jeden Tag weiter vervollständigt. Sowohl die Druckwerkstatt als auch die Dunkelkammer wird in einem Prozess, der Photogravur genannt wird, eines Tages vereint werden. Zuvor arbeiten diese Expertisen nebeneinander als Tiefdruckwerkstatt und Dunkelkammer für die Filmentwicklung.
Klein anfangen und groß denken. Die Tiefdruckwerkstatt bietet die Möglichkeit der Kaltnadelradierung und der Strichätzung. Hier wird geätzt und gedruckt in und mit höchster Qualität! Die nächste Stufe folgt mit der Technik der Aquatinta bis schlussendlich zur Photogravure. Hier werden eigene Negative aus der analogen Photographie auf die Druckplatte belichtet und geätzt.
Auch die Dunkelkammer entwickelt sich weiter: So können derzeit Schwarz-Weiß-Filme 35 mm und 120 Rollfilme entwickelt werden. Mit der Aussicht der Erweiterung auf den C41-Farbprozess und des Experimentierens in der Photographie an sich.
Die Photogravure stellt ein Edeldruckverfahren dar, welches von keiner KI simuliert und von keinem Roboter nachgemacht werden kann. Es stellt die höchste Form der Menschlichkeit dar, die des (Kunst-)handwerks, welches niemals ersetzt werden kann. In Zeiten der KI geht es im Print & Photo Lab nicht darum, Technologien gegeneinander abzuwägen oder auszuspielen, es geht darum den Mensch als Individuum und die menschliche Tätigkeit wieder in den Fokus zu bringen – beim gemeinsamen Austausch und des miteinander Arbeitens in der Werkstatt. Die Lust des Scheiterns wird wieder neu belebt, in dem sich wie in einem Lab ausprobiert werden kann.
100% made by human being
Analog braucht keine KI – gute Qualität braucht aber echte Menschen.
Die Philosophie des Print & Photo Labs ist es, analoge Arbeiten mit ihrer Imperfektion zu begrüßen. KI lediglich als Werkzeug und nicht als bessere Version eines Selbst zu sehen und Fehler als Quelle des Lernens zu betrachten. Wertschätzung gegenüber des Individuellen und des Individuums.
Das Label »100% made by human being« soll genau dies ausdrücken. Ich bin für weniger KI – und für mehr menschlichen Verstand. Hier steht der Mensch und dessen einzigartige Werke wieder im Mittelpunkt.